Wappen_Rheinkaserne_2013
Quartier Marceau1

Die Kasernen an der Andernacher Strasse

Die Trainkaserne Coblenz-Lützel (ab 1912)

Nach Schleifung der Neruendorfer Flesche, vor allem der oberirdischen Werke, begannen vermutlich ab 1911/12 die Erdarbeiten zur Trainkaserne Coblenz-Lützel mit Train-Depot. Dami begann die sehr wechselvolle Geschichte der Kaserne an der Andernacher Strasse in Koblenz-Lützel)

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Fertigstellung und Erstbezug ab 1913 durch Truppen des
2. Rheinischen
Feld-Artillerieregiment  Nr 23

(siehe auch “Info” rechts).
Das Foto oben ist aus der Festschrift (Wiedersehensfeier) und zeigt die neue Kaserne des Regiments. In dieser Schrift wird dokumentiert, dass dieses Regiment zeitweise dort stationiert war. .

Weitere Standorte waren später auch Köln und Bonn, in Koblenz auch in der Rheinanschluss-Kaserne

Train-Kaserne

Foto: von links nach rechts:
die Mannschaftshäuser, kleines Gebäude ist die Wache und das Gebäude rechts ist das Familienhaus(Postkarte).

An der Andernacher Straße entstanden zwei Mannschafts-häuser, ein Stabshaus und ein Unteroffizier-Familienhaus. (die beiden Mannschaftshäuser stehen heute noch Geb. 3 und 4). Hinter diesen Bauten, in Richtung Osten erstreckten sich ein weiteres Mannschaftshaus, ein Wirtschafts-haus mit Kantine sowie ein Kammergebäude,
Es folgten weitere Einrichtungen wie ein Pferdekrankenstall, eine Schmiede, eine Beschlagschmiede, eine gedeckte Doppelreitbahn (Doppelreithaus).

Fertigstellung der Kaserne insgesamt etwa 1915.
Die weitere Geschichte der Trainkaserne ist eng verbunden mit den Truppen des preußischen Trains, insbesondere mit dem Rheinischen Trainbataillon Nr. 8, das die Kaserne aus dem Standort Ehrenbreitstein in den folgenden Jahren bezog.

(Quelle: Ibing, Leutnant: Geschichte des Rheinischen Trainbataillons Nr. 8 in Ehrenbreitstein, Königliche Buchhandlung, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1905) und Festschrift der “Wiedersehensfeier” des Regeiments vom Mai 1930 (siehe IWeitere Info).

Quartier Marceau  (ab 1919)

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Postkarte: Das Quartier Marceau an der Andernacher Strasse (Geb. 3 und 4 der Trainkaserne

Ab 1919 wurde die Train-Kaserne zunächst mit amerikanischen, ab 1923 bis 1929 mit französischen Besatzungstruppen belegt.
Die Namensgebung unter französischer Besatzung ist unklar, entweder Caserne Marceau, Caserne Général Kléber oder Quartier Mangin.
Die Fotos von der Kaserne deuten aber auf den Namen „Quartier Marceau“ hin.

Die Trainkaserne Koblenz-Lützel (ab 1936)

Ab 1. August 1936: Übernahme der Kaserne durch die Wehrmacht und Herrichtung zur vorübergehenden Unterbringung des Stabes und 1. Bataillons des Artillerie-Regiments der 34. Division, der 1. Abteilung des  Artillerie-Regiments 70  sowie Einheiten des Infanterie-Regiments 80.
Von 1940 bis noch in den Juli 1942 befanden sich hier ein Kriegsgefangenenlazarett, anfangs für marokkanische und tunesische Gefangene der französischen Armee.
Von 1945 bis 1948 wurde die Kaserne als Notunterkunft für Ausgebombte und als Werkstätten von Koblenzer Firmen genutzt.

Caserne Eblé und Caserne Generale Hoche  (ab 1948)

1948 erfolgte erneut die Belegung mit französischen Besatzungstruppen und die Umbenennung in zwei Bereiche: Caserne Eblé und Caserne Général Hoche.

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Foto: Einfahrt Caseren Eblé, rechts das alte Familienhaus.

Die stark beschädigten Gebäude der alten Trainkaserne (Geb. 2 – 5) wurden wieder hergerichtet und im ehemaligen Heeresnebenzeugamt (EHNZA) entstanden neue Hallen, die bis weit in die achtziger Jahre noch von der Bundeswehr genutzt wurden. Auf dem Foto links ist das ehemalige Familienwohnheim noch zu sehen. In diesem Gebäude war zeitweise die Dokumentation die Ausstellung des Förderkreises untergebracht.

Die Rhein-Kaserne (ab 1957)

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1957 wurde der Komplex an die Bundeswehr übergeben und in Rhein-Kaserne umbenannt. An der Herberichstr. enstand ein externer Lagerbereich für die Pionier-Einheiten der Rhein-Kaserne.

In der Rhein-Kaserne sind heute Kommando- und Stabseinheiten der Bundeswehr stationiert.
Einige Gebäude an der Andernacher Straße sind Reste der
Train-Kaserne.

Das Wappen der Rhein-Kaserne (oben rechts), das vom damaligen Kasernenoffizier der Kaserne, W. Klefisch. entworfen und von der Stadt Koblenz genehmigt wurde, zeigt in der oberen Hälfte ein Teil des Koblenzer Stadtwappens und darunter den schematischen Grundriss der Neuendorfer Flesche mit einer Signatur für den Rhein.

(Quelle: Klefisch, Wolfgang: Geschichte der Rhein-Kaserne Koblenz, Koblenz, 1988)

2. Rheinisches
Feld-Artillerieregiment Nr. 23

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Festschrift und Programm der “Wiedersehensfeier” des
2. Rheinischen Feldartillerie-Regiments Nr. 23 im Mai 1930 in Koblenz.

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Vereidigung der 1. - 6. Batterie in der Rheinanschluss-Kaserne 1905 des
2. Rheinischen Feldartillerie-Regiments Nr. 23

Rheinisches Train-Bataillon Nr. 8

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Auszug aus der Militär-Informationstafel, Deutsches Reich, VIII Armee-Korps Koblenz, Uniform eines Serganten.
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Erinnerungen eines besatzungssoldaten an die Caserne Eblé

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Wache am Gebäude 1 (Einfahrt)

Postkarte eines Besatzungssoldaten aus der Caserne Eblé. Seine Stube hat er auf der Vorderseite der Karte markiert.

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a_Ruckseite_Caserne_Eble